Das war ein bitterer Sonntag für unsere KÄMPFERHERZEN Seniors. Mit stark reduziertem Kader liefen sie in Mönchengladbach auf und legten einen Traumstart hin, nach 18 Spielminuten stand es bereits 2:0 für unser junges Damenteam. Und sie machten zu Beginn auch alles richtig; liefen hoch an ließen den Gladbachern keine Möglichkeit in ihr sehr gutes Kombinationsspiel zu kommen und ihre Spitzen anzuspielen, und bei Ballbesitz ging es in hohem Tempo in die Spitzen. Besonders stark in dieser Phase; Lisa Koenen, die zwar nominell ein Art Acht spielen sollte, aber das frei als Sechser interpretierte. Dort kam ihre Ballsicherheit und ihr gefühlvolles Passspiel sehr gut zur Geltung. Und auch Nadine Haan konnte ihren wiederholten Startelf Einsatz mit einer ausserordentlich starken Leistung rechtfertigen. Nominell als zweite Spitze aufgeboten, liess sie sich dennoch immer wieder hinter die Spitzen fallen, wich auf de geliebte linke Seite aus und brachte mit starkem Passspiel die Spitzen in Position. So legte sie gleich beide Tore für die Julias (Bläss und Hülsken) auf. In der 21. Minute kracht dann ein Hammer-Distanzschuss von Linksverteidigerin Zara Rickes unter die Latte und springt dann über die Torhüterin wieder zurück ins Feld. Das hätte das 3:0 sein können. Von da an lief das Spiel aus dem Ruder. Dem Schiedsrichter, und den Gästen. Mönchengladbach zeigte eine tolle Moral und kämpfte sich ins Spiel. Grenzwertige und grenzüberschreitende Fouls wurden nicht oder nur lasch geahndet und die zunächst so mutigen Gäste zogen sich immer weiter zurück. Dadurch brachten sie Gladbach ins Spiel. Das im Grunde leicht zu durchschauende Spiel der Gastgeber wurde nicht zugestellt und so konnte immer wieder die Starstürmerin Lidia Nduki in Szene gesetzt werden. Die schwer zu verteidigende und glänzend aufspielende Stürmerin brachte mit einem lupenreinen Hattrick ihr Team zurück ins Spiel. Zwar gab es phasenweise noch ein Aufbäumen und gute Spielansätze der KÄMPFERHERZEN, aber es fehlte das Konzept und der Handlungsrahmen. Für ein junges Team tödlich. So machte sich immer mehr Unruhe und Unsicherheit breit, zum Schluss war nicht mehr zu erkennen was überhaupt gespielt werden sollte. Dennoch; Das Team bewies Moral. Kämpfte sich immer wieder rein. Gab nicht auf. Kam zu Chancen, und selbst Spielerinnen die schonmal „abschalten“ liefen immer wieder an und zwangen sich zum „Dranbleiben“. Darauf kann man aufbauen, so zeigt sich ein Team dass sich der Tendenz entgegenstellen will! Nun muss mehr taktische Disziplin her. Ein Handlungsrahmen und eine Aufgabenverteilung die Sicherheit schafft. Für so ein junges Team eminent wichtig. Denn sie haben („netto“) 25 Minuten lang gezeigt was sie können. Keine Panik! Dieses Team ist gekommen um zu bleiben!