Also so langsam kann man sehen was drin steckt in diesem Team, auch und vor allem unter Wettkampfbedingungen. Vergleicht man dieses Spiel mit der Auseinandersetzung der Vorsaison dann ist eine mehr als deutliche Entwicklung zu sehen. Es ist in manchen Punkten ein Quantensprung, auch, und das macht besonders Spaß festzustellen, wenn immer noch viel Luft nach oben ist. Es lässt sich auch sehr gut erklären woran diese Erkenntnis fest zu machen ist. Nämlich an der zunehmend konstanteren Leistungserbringung auf hohem Niveau. Die Zweikampfquote, die Anzahl individueller Fehler, die Passquote, alles entwickelt sich in Qualität und Quantität stets zum Besseren weiter. Trotz Veränderungen in der Defensive gegenüber dem Spiel gegen Essen (Selina Grabbe für Hendrina Achten in der Dreierkette, Anni Krüger für Clara Giebels im Tor) konnte noch mehr Stabilität erreicht werden, mit Mariken Kroon auf der Aussenbahn rechts und Megan Roemangoen auf der Achterposition links konnten zusätzlich Tempo ins Spiel gebracht werden. Der Grund warum die erste Halbzeit noch nicht auf dem Niveau gespielt wurde wie die zweite liegt einfach darin, dass man den Gegner einfach stärker und offensiver erwartet hatte. In der ersten Halbzeit hatte der Gastgeber noch Raum vor der den Sechsern der Seniors und konnte seine Spielmacher noch einsetzen. So kamen die Gladbacher zu einigen guten, aber keineswegs zwingenden Chancen. Von einer einzigen Ausnahme abgesehen. Hier mussten Selina Grabbe, die ein bärenstarkes Spiel absolvierte und Anni Krüger die als Nr.1 ins Tor zurückkehrte gemeinsam retten. Das wars dann auch. Ab Minute 30 wurde Gladbach immer weniger spielbestimmend. Eine taktische Umstellung zur zweiten Halbzeit und die Hereinnahme von Anna Schneider für die angeschlagene Julia Blaess auf der zentralen Sechs brachte dann noch mehr Spielfluß und noch weniger Aufbauspiel der Gastgeber. Das Trainerteam Scuderi/Kempkes hatte erkannt dass es den Raum vor den Sechsern zu schliessen galt und hatten kurzerhand Fini Schneider auf die Zehn gestellt. Das wars dann gewesen mit dem freien Raum zur Entfaltung. Unser Pressingmonster lief einfach mal alles an was sich bewegte. Beeindruckend wie präzise und wirkungsvoll dieser kleine Kunstgriff des Trainerteams von diesen jungen Spielerinnen umgesetzt wurde. Nun mehrten sich die guten Chancen der schwarzweissen und nachdem Julia einen Ball an die Querlatte gehämmert hatte, hatten schon alle den Torjubel auf den Lippen als Danisha auf halbrechts durchbrach und alleine auf die Torhüterin zulief. Bei letztgenannter konnte sich der Gastgeber am Ende des Tages bedanken für den festgehaltenen Punkt, denn ein Führungstreffer lag tatsächlich in der Luft. Das Unentschieden geht sicher vollends in Ordnung da Gladbach in der ersten Hälfte das klar bessere Team mit den klareren Chancen war, die zweite Halbzeit geht allerdings an die Warbeyener die sich spiel- und konditionsstark präsentierten. Ein 0:0 der allerbesten Sorte also. Werden sie nun auch gegen die starken Essener der SGS zum ersten Mal punkten?! Die Antwort erfahren wir am kommenden Sonntag und zwar im Stadion! Wir sehen uns!