Ja es ist ein strammes Programm und sicher auch das höchste Niveau jemals bei einer Saisonvorbereitung im TFZ. Und unsere Seniors sind nunmal das Topp-Team im Verein auf das sich alle Augen richten. Und das hinterlässt dann auch Spuren. Die Herausforderung ist auf dem Platz sichtbar und es ist durchaus ok, teilweise von Überforderung zu sprechen. Doch wir sollten festhalten: Das ist eine Momentaufnahmen, kein fertiges Bild. Was wir anstreben ist die gezielte Weiterentwicklung der teilweise noch sehr jungen Spielerinnen. Wir möchten dass dieses Team in der kommenden Saison eine sehr gute Rolle in der Niederrheinliga spielt, und dass mit 12 Neuzugängen, davon zehn unter 18 Jahren. Deshalb sollte das Gebot der Stunde lauten: Geduldig sein und die positiven Punkte in der Entwicklung suchen. Und damit ist das Team um Sandro Scuderi auch derzeit beschäftigt. Bisher waren alle Gegner durchweg aus höheren Spielklassen und auch die U17 der SGS, unser Gegner am vergangenen Donnerstag, spielt immerhin Bundesliga. Dritte Liga spielt SC Woezik, unser Gegner am Samstag nachmittag in Holland. Also sollten die Ergebnisse nicht im Vordergrund stehen sondern was wir gesehen haben und woran wir arbeiten müssen. Dennoch wollen wir die Ergebnisse nicht verschweigen: Gegen SGS verlieren die Seniors 0:5 und gegen Woezik 1:4. Und es geht wieder bergauf. Nach dem deutlichen Leistungsabfall im Spiel gegen Bocholt, wo man in allen Belangen unterlegen war, war dies lediglich in der ersten Halbzeit gegen Essen der Fall. Gleichwohl zeigte das Nachwuchsteam aus Essen Fußball aus dem Lehrbuch. Schnelle Positionswechsel, gesunde körperliche Härte und seh feine technische Schmankerl. Ein Genuss sie spielen zu sehen!  In der zweiten Halbzeit indes fielen keine Tore mehr. Und darauf wurde dann im Spiel gegen Woezik aufgebaut. Vor beeindruckender Kulisse in einem richtigen Stadion mit Katakomben und echtem Publikum (!) zeigte die Elf von Scuderi dann eine spielerisch durchweg sehr gute Leistung. Sehr gutes Tempo, gute Arbeit gegen den Ball, wunderbare Spielzüge mit dem Ball. Eigentlich genau das, worauf wir hinarbeiten. Und darüber kann auch das Ergebnis verschmerzt werden. Im Grunde ist es doch so; als Trainer kannst Du alles trainieren, alles entwickeln, alles abstellen, nur eben individuelle Fehler nicht. Ginge das, dann würden in der Bundesliga wohl kaum welche passieren. Solange Fußball von Menschen gespielt wird, werden Fehler passieren. Und wenn wir mutige Spielerinnen sehen wollen, dann müssen wir das in Kauf nehmen. Und das ist unsere Philosophie und wird es auch immer bleiben. Was wir gesehen haben, auch im Spiel gegen Essen, ist, dass das Team mit Fehlern umgehen kann. Daraus lernen kann. Sich immer wieder aufrichtet und positiv antreibt. Und so sind auch die Abstimmungsfehler und Aufbaufehler im Spiel gegen Woezik nicht mehr und nicht weniger als Lerneinheiten. Erst wenn aus Fehlern nichts gelernt wird, ist Alarm angesagt. Bis dahin wollen wir weiter auf das Ziel hinarbeiten. In aller Ruhe und Gelassenheit, mir aller Energie und Leidenschaft. Und das ist die Meisterschaft, sind die Pflichtspiele. Das erste steht am kommenden Sonntag an, gegen PSV Wesel Lackhausen im FVN Pokal. Und darauf freuen wir uns, nach wie vor. Weiter so Mädels – immer weiter!