Natürlich sind wir Sportsleute und nichts liegt uns ferner als Wettbewerbsverzerrung. Deshalb schenken wir auch keine Spiele her. Deshalb bemühen wir uns immer um den bestmöglichen Fußball. Und natürlich sind unsere Jugendlichen Kickerinnen keine Maschinen. Sie spielen mal topp und manchmal auch Flop. In der Vorwoche noch gegen die SGS aussichts- und chancenlos, präsentierten sie sich im Heimspiel gegen die Toppfavoriten aus Ibbenbüren wieder voll motiviert und in der Spiellaune die wir gemeinhin als KÄMPFERHERZEN Fußball bezeichnen. Natürlich hätten unsere Gäste gerne die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bundesliga klar gemacht. Und verständlicher Weise waren sie davon ausgegangen dass dies gegen den Absteiger vom Duvenpoll auch eine machbare Aufgabe sein sollte. Aber wie gesagt, Sportsgeist! Das heisst; wir sind immer um 100% Leistung bemüht. Auch, und vielleicht gerade weil, wir mit einem „letzten Aufgebot“ antreten mussten. Durch zahlreiche Verletzungen und Krankheiten geschwächt mussten wir den Kader mit U16ern aufstocken. So kam Roksi unerwartet zu ihrer Startelfpremiere in der U17 als rechte Verteidigerin. Und sie machte ihre Sache gut. Das gleiche gilt für Emily, die umstellungsbedingt auf der ungewohnten Position der Innverteidigerin antreten musste. Daneben mit Anna und Jette wenigstens zwei Stammkräfte auf ihrer angestammten Position. Fini sollte als einzige Sechs im wesentlichen das Spiel gegen den Ball koordinieren und dafür Sorge tragen dass die Topptorjägerin Lina Jäger immer nur unter Druck an den Ball kommt und eine sowohl das Aufdrehen als auch die Spielfortsetzung durch sie unterbunden wird. MISSION ACCOMPLISHED FINI! Kira und (Neu) Leona sollten auf der Achtdas Spiel nach vorne gestalten und gegen den Ball als zusätzliche Sechser Fini unterstützen. Ebenfalls bestens gelöst!! Pia auf der 10, Paulina auf der rechten und Lorena auf der linken Aussenbahn sollten nach vorne für Gefahr sorgen und auch für hohen Druck auf den Ball sorgen. WELL DONE! Leider musste Roksi ihr Debüt schon nach  33 Minuten abbrechen, ein Pressschlag schädigte ihr Sprunggelenk so stark dass sie nicht weiter spielen konnte. Für sie kam Naomi, die gerade ihre Knieverletzung auskuriert hatte.

Bis zur 62. Spielminute mussten die Gäste arbeiten, schwitzen und beißen um endlich eine 100%tige Torchance zu erhalten. Und zwar in Form eines Elfmeters. Unter der umsichtigen Leitung von Helmut Jaspers gab es nach intensiv geführtem Zweikampf eine „Kann“-Entscheidung zugunsten der Gäste. Lina Jäger vollstreckte. Doch wer nun dachte die Absteiger geben das auf, sah sich getäuscht. Sie spielten und kämpften weiter auch wenn sie sich deutlich weniger Chancen erspielten als noch in der ersten Hälfte. Ibbenbüren war klar überlegen in der zweiten Spielzeit, aber nicht zwingend. In der 74. Minute dann eine von Annas brandgefährlichen Eckbälle. Und dann erfüllte Pia dem Trainer einen langgehegten Wunsch – KOPFBALLTOR!! 1:1!! Aufgrund des Spielverlaufs in der zweiten Halbzeit überraschend, aufgrund der Chancen in der ersten nicht unverdient – aufgrund der Moral hochverdient! Schade dass der Gästetrainer nicht die gleiche sportliche Einstellung hatte und gleich zweimal den Handschlag nach dem Spiel verweigerte. Gegen das nachweislich fairste Team der Liga ein trauriger Umstand.

Dennoch wünschen wir dem sympathischen Team aus Ibbenbüren alles gute beim Kampf um Meisterschaft und Aufstieg. Und wir werden ALLE LETZTEN SPIELE SO SPIELEN! Jawoll! Wenn wir schon gehen müssen – dann mit Würde und Anstand, wie es sich für ein Kämpferherz gehört. Das ein oder andere Ausrufezeichen konnten wir in dieser Saison abgeben. PAMM!