Das Salz in der Suppe nennt man die Derbies. Sie sind im Fußball der Höhepunkt einer jeden Saison. Für das Flagshipteam der KÄMPFERHERZEN gibt es schon lange Gelegenheit Derbies zu spielen. Da sie als einziges Team vom Kreispokalwettbewerb (PrimaGiroCup) ausgeschlossen sind, während alle anderen Wettbewerber der KÄMPFERHERZEN jede Saison aufs Neue in den Genuss von lokalen Vergleichen zu kommen, müssen wir nach anderen Möglichkeiten suchen. Und so hat es uns besonders gefreut dass die (jungen) Damen von Siegfried Materborn bereit waren gegen unsere U17 anzutreten. Gerade mit den schwarzgelben hat es immer besonders packende Duelle gegeben manche davon sind legendär. Aufgrund zahlreicher Ausfälle und da wir im Ligabetrieb keine Experimente wagen können, traten wir mit sieben U15 Jahrgängen mehreren 2003ern und lediglich drei „astreinen“ U17ern an. Es kam uns sicher entgegen dass auch das Team der Materborner noch über U17 spielberechtigte Aktive verfügte, so war der Altersunterschied nicht ganz so groß. Das Spiel selber bot keine großen Überraschungen. Die schwarzgelben gewohnt kampfstark, die Anhängerschaft gewohnt lautstark, es war wie in den guten alten Zeiten. Unsere jüngsten hatten ihre liebe Mühe damit, dass Spiel zu machen. Der Ausfall unserer beiden Sechser (Emily und Eleni), der Verlust von Alysha (Kreuzbandriss) und die kleine Schreckensnachricht  von Pia wenige Minuten vor dem Spiel zwang uns zu sieben Änderungen in der Startelf und erlaubte es gerade mal drei Spielerinnen auf ihren Stammpositionen aufzulaufen, Torhüter eingerechnet. Berücksichtigt man diese Umstände, haben es die jüngeren wirklich gut gemacht. Sie haben die intensiven Zweikämpfe angenommen, waren bereit ihre Wege zu gehen und spielten taktisch sehr diszipliniert. Insbesondere bei unserem Küken, oder besser dem „Seepferdchen“ Rome war geradezu eine Leistungsexplosion zu beobachten. Sie setze sich mehrfach auf der Aussenbahn durch brachte immer wieder gefährliche Bälle vor das Tor oder dribbelte gekonnt in die Box. Zum ersten Mal hielt sie auch ein komplette Halbzeit durch. Für eine dreizehnjährige war das was wir gesehen haben eine außerordentliche Leistung. Lorena, ohnehin im Höhenflug, und später auch ihre Schwester Rieke fügten sich nahtlos ins Spiel ein und wachsen an ihren Aufgaben. Insgesamt ist eine tolle Entwicklung bei den jüngeren Spielerinnen zu beobachten. Materborn geht durch eine Ecke die nicht schnell genug geklärt wurde bereits in der sechsten Spielminute in Führung, Jasmijn natürlich! Nicht zum ersten Mal zeigen unsere Mädels zu Beginn der Partie noch nicht die nötige Konsequenz in ihren Aktionen. Bis dahin hatten sie gefällig kombiniert und es sah nach einem dominanten Spiel aus. Aber denkste Puppe! Ein Eckball reichte den Gästen um den Führungstreffer zu erzielen. Ab der zehnten Minute war dann aber eine Steigerung bei den KÄMPFERHERZEN zu erkennen. Die (Aushilfs)Sechser und Kira auf der „10“ gingen die Wege in die Tiefe und auch mal diagonal nach außen und das Team bespielte auch die Räume an den Eckfahnen. Fini von der sechs aus gestartet kann so einen Ball in der Nähe der Ecke gegen zwei Gegenspielerinnen behaupten, Merel rückt als rechte Außenverteidigerin hoch nach, fordert den Ball und wird von Fini bedient, per Direktabnahme flankt Merel diagonal über die hochgewachsenen tiefstehenden Materborner hinweg. Da erwartet Kira in der Box auf Höhe des zweiten Pfosten den Ball, nimmt in gekonnt an und drischt in in unnachahmlicher Zemlin-Manier ins Netz. Ausgleich, 34. Minute. Von da an, insbesondere  in der zweiten Halbzeit, spielten nur noch die Mädchen. Die Damen kamen zu gelegentlichen Entlastungsschlägen, doch einen Torabschluss gab es von schwarzgelb dann 45 Minuten nicht mehr. Mit unnachgiebiger Motivation, aber ohne das nötige Quäntchen Glück, und oft auch ohne die erforderliche Ruhe und Kombinationsfreude gelang es den jungen Mädchen nicht, das „vernagelte“ letzte Drittel der Gäste entscheidend zu bespielen und das Abwehrbollwerk zu knacken. Mit einem 1:1 gab es also ein geradezu versöhnliches Ergebnis im ersten Derby nach langer Zeit, und das Versprechen auf eine Wiederholung. Das Spiel lieferte in jedem Fall ganz entscheidenden Hinweise auf mögliche Lerninhalte in den nächsten Trainingseinheiten, und war eine wertvolle Vorbereitung auf das am 22.2. anstehende Pokalspiel gegen MSV Opladen in Leverkusen. DANKE MATERBORN! Es war toll dass wir das gemacht haben!