Auf einen taktisch, technisch und athletisch hervorragend aufgestellten Gegner trafen die KÄMPFERHERZEN nach 2 einhalbstündiger Anfahrt am gestrigen Samstag. Das Trainerteam des Herford SV leistet offensichtlich eine sehr gute Arbeit. Auch das Team des etablierten Regionalligisten erwies sich als harter aber durchweg fairer und sportlicher Gegner. Sehr sympathisch! Weniger erfreulich als die Rahmenbedingungen war das Ergebnis des Spiels. Begünstigt durch einen klaren Coachingfehler und eine unterirdische Schiedsrichterleistung kam bei unserem Flagshipteam kein Spielfluss auf und die Stärken des Gegner wurden noch gefördert. da wir nicht wussten was uns erwartet waren wir wie üblich mit „offenem Visier“ und viel Offensivgeist in das Spiel gegangen. In Ermangelung an ausgebildeten Verteidigerinnen (Zur Erinnerung; Nalan und Anna sind immer noch verletzt) starteten wir wieder mit einer Dreierkette und davor einer Viererkette. Offensiv kam Peri zusammen mit Alysha zu ihrer Startelf Premiere. Dahinter wie gewohnt Kira auf der Zehn. Früh zeigte diese offensive Ausrichtung Wirkung, ein Pressingerfolg führte bereits in der ersten Spielminute zum Erfolg. Alysha läuft aggressiv an, Leona stellt die Anspielstation auf der Aussenbahn zu, Kira das Zentrum, bleibt nur der Querpass vor dem Sechzehner den wir provozieren wollten, der kann nicht kontrolliert werden von der zweiten Innenverteidigerin, Die Torhüterin zu weit vor dem Tor, Fini läuft von aussen mit irrem Tempo ein und schliesst eiskalt aus 20 Metern ab. Die frühe Führung jedoch eine trügerische Sicherheit. Es folgten 20 Minuten in denen die Herford hohen Druck ausübten, dem wir uns nicht gewachsen zeigten. Auf den Aussenbahnen konnte der Gegner immer wieder Überzahl erzeugen und da die Dreierkette nicht die gesamten Spielfeldbreite abdecken konnte waren wir anfällig für die tiefen Bälle diagonal oder vertikal hinter die Kette. Hochachtung vor der Spielweise des Gegners die das gnadenlos zu nutzen wussten. Über einen solchen Ball nach aussen, der dann von der Grundlinie sauber in den Rückraum gepasst wurde, dort von Jara Schofeld mit einem klasse Schlenzer in den Winkel zum Ausgleich vollendet. In der Folge wusste Herford die Schwächen unseres Systems zu nutzen. Zehn Minuten später ein klasse Pass, dieses Mal vertikal durch die Kette, Kim Schneider der Gastgeber setzt sich im Sprint durch und schiebt eiskalt an Judith vorbei zur 2:1 Führung. Während dieser Phase musste Eleni an der Seitenlinie behandelt werden. Sie konnte das Spiel nach der Halbzeitpause nicht mehr fortsetzen. Es folgte ein für alle Protagonisten unerklärlicher Elfmeterpfiff, der jedoch folgenlos blieb, da eine glänzend aufgelegte Torhüterin Judith Thieme durch ein Glanzparade ihr Team im Spiel hielt. Es folgten zehn Minuten auf Augenhöhe, Leona und Alysha kamen zu klasse Torchancen verpassten jedoch jeweils knapp. Alysha traf gar den Pfosten. Wie aus dem Nichts in dieser Phase erzielt Herford das 3:1 in einem Strafraumgetümmel. Das war bitter. Dann folgte der Halbzeitpfiff und das Trainerteam schickte Neuzugang Jule (wird nächste Woche ausführlich vorgestellt) aufs Feld, sie übernahm die rechte Aussenbahn, Fini zog auf die Sechs. Das Trainerteam stellte auf Viererkette um und „opferte“ eine Spitze, Paulina übernahm die Position der Rechtsverteidigerin und Peri blieb dafür draussen. Das Spiel war nun deutlich stabiler, das Zentrum war weitgehend in unserer Hand und es kamen deutlich mehr gefährliche Bälle in die Spitze. Auch wenn Herford noch zu mehreren Torabschlüssen kam, so zwingend wie in der ersten Halbzeit waren sie nicht und wenn, dann war da noch Judith Thieme! Die zweite Halbzeit ging also 0:0 aus und als Fazit bleibt ein Coachingfehler. Wir hätten von Beginn an mit einer Viererkette spielen müssen um erst einmal Sicherheit ins Spiel zu bekommen. Pressing ist richtig, aber dann muss dahinter die Ordnung stimmen. Es gibt noch viel zu tun für den Liganeuling SV Bedburg Hau. Aber wird sind weiterhin vor den Abstiegsplätzen und nur drei Punkte hinter dem 6. Platz, bei einem Spiel Rückstand. Das ist ein großer Erfolg und das sollte Vordergrund stehen. Anfang nächster Woche werden wir über drei sensationelle Neuverpflichtungen berichten und Beweis führen, das auch in der nächsten Saison mit uns zu rechnen ist: GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN! PAMM!