Dieser Artikel wird mit zwei Augen geschrieben, einem lachenden und einem weinenden. Endlich darf ein höherklassiges KÄMPFERHERZEN Team mal wieder Kreispokal spielen. Der heißgeliebte Wettbewerb in dem wir nur solange mitspielen dürfen wie wir nicht überlegen sind, kennt diese widersinnige Regelung im Damenbereich nicht mehr. Dem Gedanken des sportlichen Wettbewerbs sei dank! Also waren die Seniors gestern voller Vorfreude darauf, mal wieder eine relativ kurze Anreise nach Auwel-Holt antreten zu dürfen. Wo einige der gestrigen Damen dereinst ihre frühesten Partien für diverse Clubs des Kreises absolviert hatten. Einige Verantwortliche der Gastgeber zeigten sich noch kurz irritiert – Hä? KÄMPFERHERZEN?! VfR Warbeyen?! – es hat sich wohl noch nicht bis überall herumgesprochen dass es unser TFZ gibt. Nachdem sich Celine unter der Woche einen Oberschenkel-Faserrriss beim Schulsport zugezogen hatte, fiel ihre Pflichtspielpremiere leider ins Wasser, für sie durfte Kristen ein ebenso heirssersehntes wie ruhiges Comeback auf ihrer einstigen Lieblingsposition feiern. Carla saß auf der Bank, doch dazu später mehr. Shirin, Michelle und Zara pausierten ebenfalls und das Trainerteam ließ, ganz Championslike, heftig routieren. Das so durcheinandergewirbelte Team stieß auf einen tiefstehenden Gegner der auf Asche sein Heil in massiver Verteidigung und langen Bällen suchte. Von einem Spitzenteam der Kreisklasse das über gute Fußballer verfügt hätte man sich sicher auch etwas mehr Mut erhofft. Aber das Konzept griff, zumindest in der ersten Halbzeit. Mit beherztem Einsatz machten die Blauen „hinten Dicht“ und versuchten immer wieder ihre Spitze mit langen Bällen zum Überraschungserfolg zu bedienen. Doch in der Defensive bot Trainerteam Goris/Janssen mit Chloé, Nelli, Selina und Julchen erfahrene Kräfte auf. So brannte nichts an. Und wie das im modernen Fußball schonmal üblich ist, muss dann der Standard die Partie entscheiden. So auch beim (relative späten) 1:0; eine scharfe Ecke kann von Auwel-Holt nicht geklärt werden, der Versuch landet in den eigenen Maschen. Durch ein unglückliches Eigentor also gehen die Gäste in Führung. Das war kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Zur zweiten Halbzeit kam dann Imker für Susi (endlich Susi!!) und kurz danach konnte Julia dann den zweiten und ersten eigenen Treffer für Warbeyen erzielen. In der 58. Michelle für Julchen (endlich Julchen!) und und der 70. Shirin für Julia Bläss. Die beiden ehedem langzeitverletzten Susi und Julchen arbeiten hart für ihr Comeback und waren glücklich dass der Kreispokal Wettbewerb ihnen Spielzeit ermöglicht. Schade dass dies den höherklassigen Jugendteams nicht gegönnt wird. In der Folge der Wechsel und dank der zunehmenden Ermüdung der Gastgeber können die beiden Goalgetter Julia und Shirin noch weitere Treffer erzielen, Julia mit einem lupenreinen Hattrick (ob sie den Ball, naja doch, Ball „(…) we don`t play with Rocks! (…)“) behalten durfte ist nicht überliefert, Shirin steuerte Treffer Nummer vier in diesem Spiel bei. Doch das fußballerische Highlight des Abends lieferte Elaine „Nelli“ Winnen-Nellessen, bei einem ihrer Vorstöße kann sie nur mit Hilfe eines Fouls gestoppt werden. Etwa 20 vor dem Tor lässt sie es sich nicht nehmen diesen gleich selber auszuführen. Mit viel Gefühl und sattem Tempo zwirbelt sie den Ball ins rechte Torwarteck – Feinschmeckertor! Wir haben einen souveränen Sieg und viele glückliche Spielerinnen gesehen, einen Gastgeber der alles reingeworfen hat was sie aufzubieten hatten und sich sehr achtbar aus der Affäre gezogen hat, und – ja und…?! Zum letzten Mal Carla. Durch einen beruflichen Wechsel in der Familie zieht Carla in Richtung Landeshauptstadt davon und wird künftig nicht mehr für die KÄMPFERHERZEN spielen können. Obwohl es nur 1 1/2 Jahre waren die sie unser Logo auf der Brust trug, es war eine Zeit die sich so richtig angefühlt hat, als hätte sie schon von klein an für uns gespielt. Wir verdanken Carla viel, sie hat nicht nur ihr begnadetes Talent in den Dienst der Sache gestellt, sondern auch ihr wunderbares Wesen, ihre Fröhlichkeit und Herzlichkeit. Sie steht für alles was die DNA der Kämpferherzen ist, unbedingter Wille zum Erfolg – ohne falschen Ehrgeiz, höchstes Engagement und Kampfesmut – ohne je auch nur im Ansatz unsportlich zu sein. Carla, wir wünschen dir für deinen weiteren Lebensweg alles liebe und gute und gratulieren schon jetzt dem Verein, der sie künftig in ihren Reihen sehen darf!